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Ryen
Premium - Platin


Alter: 32
Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 2445
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Vorab:
Ich glaube, ich habe mehr Angst vor diesem Film als vor jedem Horrorfilm.
Denn Al Gore versucht den Menschen klar zu machen, was mit der Erde passiert.
Ich muss ehrlich sagen, vor dieser Wahrheit habe ich Angst.
Sie interessiert mich, denn wer weiss schon genau was mit der Erde passiert.
Al Gore ist auf der ganzen Welt gewesen, hat sich Orte angesehen, mit Wissenschaftler gesprochen und Al Gore erfuhr was uns allen noch passieren wird oder aber auch schon verändert hat.
Ich bin kein Experte *ganz sicher nicht* und muss ehrlich sagen, diese Wahrheit tut sehr weh und ist wohl nicht zu verstehen solange man es nicht gesehen oder selbst erlebt hat.
Werde mir diesen "wahren Horrorfilm" ansehen und hoffe, das Al Gore nicht alles schlecht redet, sondern auch aus seiner Sicht gute Lösungen gibt zu diesen Problemen!!!
Es ist noch nicht zu Spät zum handeln, doch wer macht da denn schon mit ?
Aus meiner Sicht doch nur wenige und nicht gerade die Masse *leider*
Die Politiker müssen zum Umdenken gebracht werden, aber leider steht uns doch wieder das Geld im weg.
Allerdings darf kein Geld dieser Welt in dieser Sache eine Rolle spielen, denn es geht doch um unsere Erde.
Ich habe mit unserer Schulklasse 1990 einen Preis gewonnen und eine kleine Medalie bekommen.
Es ging um die Umwelt und ihre Folgen.
Wir haben ein (ich glaube) 6Meter langes und 1 Meter hohes Bild beklebt, gemalt und wollten so klar machen, was uns Kindern wichtig ist.
Die Auszeichung haben wir vom Hamburger-Bürgermeister bekommen und das Bild ging in der ganzen Welt rum.
Als Kind hat man nicht wirklich verstanden was man dort nun gemacht hat und wie wichtig dieser Einsatz war.
Deshalb finde ich diesen Film auch so interessant.
Also, rein ins Kino und ansehen.
Das habe ich im I-Net gefunden:
An Inconvenient Truth dokumentiert das unermüdliche Engagement Albert Arnold Gores (einstiger Vizepräsident der USA) ein Bewusstsein für die Problematik der Globalen Erwärmung zu schaffen und die Menschen zum Handeln zu Bewegen. Die Dokumentation vermittelt den Zuschauenden dabei nicht nur zahlreiche Fakten zum Thema der Erderwärmung, den bisherigen Veränderungen und ihren Auswirkungen; sondern sie gibt auch einen Einblick in die Person Al Gores, in die Ereignisse, die ihn geprägt haben und in die Beweggründe für sein grosses Engagement.
"Global Warming" (fast 50'000'000 Google-Hits(!)), resp. Globale Erwärmung und Klimaerwärmung sind Begriffe, deren generelle Bedeutung heute kaum mehr einer grossen Erläuterung bedarf: Es geht um den Anstieg der durchschnittlichen Temperatur der Erdamtosphäre und der Ozeane. Dass sich das Klima unseres Planeten in den letzten Jahrzehnten erwärmt hat und weiter erwärmen wird, gilt als wissenschaftlich gesichert. Ebenso steht fest, dass bei einem globalen Temperaturanstieg das Klimasystem der Erde beeinflusst wird. Exakte Prognosen zur Zukunft unseres Klimas, zum Grad der Erwärmung und dem Ausmass dadurch ausgelöster klimatischer Veränderungen sind aufgrund der Komplexität des Erdklimas hingegen schwierig zu machen. Diese Unsicherheiten bezüglich der Zukunft, aber auch die Involvierung wirtschaftlicher und politischer Interessen, machen die Klimaerwärmung zu einem kontrovers diskutierten Thema. An Inconvenient Truth leistet einen interessanten Beitrag dazu.
Der Film (im Juni 2006 mit dem Humanitas Preis ausgezeichnet) ist im Groben aus zwei Hauptelementen aufgebaut: Aus einem Referat Al Gores zum Thema Globale Erwärmung, in dessen Verlauf zahlreiche Fakten und Erläuterungen zur Klimathematik präsentiert werden. Und aus einer Dokumentation der Person Al Gores, die Einblick in die Motive und Hintergründe seines Handelns gibt.
Beim ersten Element handelt es sich um einen Vortrag, den Al Gore seit mehreren Jahren weltweit dem Publikum präsentiert. Im Film wird dabei eine Mischung aus Live-Ausschnitten des Referats und aus Filmaufnahmen mit der Stimme Al Gores aus dem Off gezeigt. Dabei entpuppt sich der ehemalige Präsidentschaftskandidat als witziger, mitreissender Redner und Präsentator, der mit seriösem Fachwissen den Verstand und mit gekonnt ironischen Bemerkungen das Herz anspricht (ein Beispiel, das weniger gehaltvoll ist als der Film, dafür lustiger). Auf fachlicher Ebene bewegt sich Gore dabei auf der sicheren Seite und begibt sich zumeist gar nicht erst auf das wissenschaftliche Glatteis von Zukunftsszenarien und Prophezeihungen. Vielmehr zeigt er auf, was sich bisher ereignet hat und welche Auswirkungen dadurch ausgelöst wurden. Die Zukunftsvisionen überlässt er zu grossen Teilen der persönlichen Vorstellungskraft seines Publikums. Die Inhalte visualisiert er mit packenden Aufnahmen (Faszination Naturgewalten!), immer wieder aufgelockert mit witzigen Einschüben wie beispielsweise einem Ausschnitt aus der Futurama-Episode Crimes of the Hot, worin die Entstehung Globaler Erwärmung in unterhaltsamer Manier erklärt wird.
Dabei versteht sich: Das Erdklima ist ein dermassen komplexes Thema, dass eine ein bis zwei Stunden dauernde Präsentation gar nicht anders kann, als die Inhalte zu vereinfachen und die Details beiseite zu lassen; insbesondere, wenn das Publikum am Ende tatsächlich etwas verstanden haben soll. In diesem Zusammenhang gibt es möglicherweise inhaltliche Punkte, deren wissenschaftliche Korrektheit von kritischen Geistern in Frage gestellt werden kann; den Hurrikan Katrina als direkte Folge der Globalen Erwärmung darzustellen, scheint mir beispielsweise eine etwas grosszügig ausgelegte Folgerung zu sein. Diese Einschränkung im Auge behaltend, empfand ich (als Laie) das Präsentierte dennoch als ehrlich und fair, wobei Gore sich auch nicht scheut, die Argumente von Zweiflern ("warme Perioden hat es in der Geschichte der Erde immer gegeben") aufzugreifen - natürlich nicht ohne sie im Folgesatz sogleich zu entkräften.
Das zweite Element ist eine Annäherung an die Person Al Gores, die den ganzen Film durchwebt und die von Regisseur Davis Guggenheim (Alias - The Prophecy) sensibel und unaufdringlich umgesetzt worden ist. Gezeigt werden sowohl Rückblenden (oft Archivaufnahmen) wie auch gegenwärtige Situationen, beispielsweise Al Gore im Flugzeug beim Bearbeiten seiner Präsentation. Dazu erzählt Gore aus dem Off von jenen Ereignissen, die ihn zu seinem Klima-Engagement getrieben haben: von seinem College-Lehrer beispielsweise, der sich bereits in den 60-er Jahren mit CO2-Messungen befasste, oder vom schweren Umfall seines kleinen Sohnes, der ihn realisieren liess, was es heisst, etwas geliebtes zu verlieren. Dabei geht es nicht darum, Al Gore in all seinen Facetten zu porträtieren; sondern darum, mit bewusst gewählten Anekdoten einige der Beweggründe für sein Engagement zu illustrieren und dem etwas abstraktem Thema "Globale Erwärmung" eine persönliche Note zu verleihen. Kritische Geister mögen hier anfügen, dass Al Gore auch noch andere - beispielsweise wirtschaftliche -, vom Film verschwiegene Antriebe für sein Handeln haben könnte, was natürlich möglich ist.
Insgesamt ist An Inconvenient Truth ein spannender Film, der sich einem wichtigen Thema seriös, dabei aber durchaus mit Charme und Witz annimt. Vom etwas reisserisch wirkenden Trailer sollte man sich nicht abschrecken lassen - der Film schlägt eine wesentlich sachlichere Tonalität an, ohne dabei spröde oder langweilig zu sein. Und er motiviert: Auch wenn Al Gores finaler Pepptalk zuweilen ein bisschen gar viel Pathos versprüht - ich habe den Kinosaal mit erstärktem Tatendrang und guten Vorsätzen verlassen. Konkrete Tipps, um selber einen Beitrag zu leisten, gibt es übrigens im Abspann.
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autares
Partylöwe


Alter: 34
Anmeldungsdatum: 07.02.2005
Beiträge: 1381
Wohnort: Maiblume

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Der Film ist in meinen Augen einer der besten Dokumentarfilme zu diesem Thema. Dennoch gibt es in dem Film einige Punkte, die nicht bewiesenermaßen der Ererwärmung zuzuordnen sind (Katrina zählt u.a. dazu). Dass nun gerade Al Gore solch einen Film dreht, finde ich etwas unglaubwürdig, hatten er und Bill Clinton doch ziemlich viel in der Hand, die USA zur Unterzeichnung zu bewegen.
Jeder, der mit dem Thema nicht vertraut ist, sollte sich diesen Film anschauen. Jeder, der sich bereits mit der Materie beschäftigt hat, erfährt allerdings nichts neues. Der Film bleibt dennoch sehenswert und ist nicht so polemisch und populistisch wie die Michael Moore Dinger...
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Sebastiano
Partylöwe

Alter: 33
Anmeldungsdatum: 30.09.2004
Beiträge: 3112
Wohnort: Hamburg

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Der Film ist sicherlich sehenswert und kein vergleich zu Michael Moores Filmen, dennoch finde auch ich es etwas unpassend, dass gerade Al Gore bzw überhaupt ein US-Politiker diesen Film drehen...
Wahlkampf ist immer ein Thema in den USA, und wie sagt man so schön, besonders nach einer gewonnenen Wahl "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern..."
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