Houseman
auf dem richtigen Weg


Alter: 33
Anmeldungsdatum: 12.09.2003
Beiträge: 102
Wohnort: Jastorf

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[face=comicsansms:56b3025004]An der Universität von Kopenhagen wurde einem Studenten folgende Frage in
einer Physikprüfung gestellt: "Beschreiben Sie, wie man die Höhe eines
Wolkenkratzers mit einem Barometer feststellt."
Der Student antwortete: "Sie binden ein langes Stück Schnur an den Ansatz
des Barometers, senken dann das Barometer vom Dach des Wolkenkratzers zum
Boden. Die Länge der Schnur plus die Länge des Barometers entspricht der
Höhe des Gebäudes."
Diese in hohem Grade originelle Antwort entrüstete den Prüfer dermaßen,
dass der Kursteilnehmer sofort entlassen wurde. Dieser appellierte an
seine Grundrechte, mit der Begründung dass seine Antwort unbestreitbar
korrekt war, und die Universität ernannte einen unabhängigen
Schiedsrichter, um den Fall zu entscheiden. Der Schiedsrichter urteilte,
dass die Antwort in der Tat korrekt war, aber kein wahrnehmbares Wissen
von Physik zeige.
Um das Problem zu lösen, wurde entschieden den Studenten nochmals herein
zu bitten und ihm sechs Minuten zuzugestehen, in denen er eine mündliche
Antwort geben konnte, die mindestens eine minimale Vertrautheit mit den
Grundprinzipien von Physik zeigte.
Für fünf Minuten saß der Student still, den Kopf nach vorne, in Gedanken
versunken. Der Schiedsrichter erinnerte ihn, dass die Zeit lief, worauf
der Student antwortete, dass er einige extrem relevante Antworten hatte,
aber sich nicht entscheiden könnte, welche er verwenden sollte. Als ihm
geraten wurde, sich zu beeilen, antwortete er wie folgt:
"Erstens könnten Sie das Barometer bis zum Dach des Wolkenkratzers nehmen,
es über den Rand fallen lassen und die Zeit messen die es braucht, um den
Boden zu erreichen. Die Höhe des Gebäudes kann mit der Formel H=0.5g xt im
Quadrat berechnet werden. Der Barometer wäre allerdings dahin!
Oder, falls die Sonne scheint, könnten Sie die Höhe des Barometers messen, es hochstellen und die Länge seines Schattens messen. Dann messen Sie die
Länge des Schattens des Wolkenkratzers, anschließend ist es eine einfache
Sache, anhand der proportionalen Arithmetik die Höhe des Wolkenkratzers zu
berechnen.
Wenn Sie aber in einem hohem Grade wissenschaftlich sein wollten, könnten
Sie ein kurzes Stück Schnur an das Barometer binden und es schwingen
lassen wie ein Pendel, zuerst auf dem Boden und dann auf dem Dach des
Wolkenkratzers. Die Höhe entspricht der Abweichung der ravitationalen
Wiederherstellungskraft T=2 pi mal Wurzel aus (l/g).
Oder, wenn der Wolkenkratzer eine äußere Nottreppe besitzt, würde es am
einfachsten gehen da hinauf zu steigen, die Höhe des Wolkenkratzers in
Barometerlängen abzuhaken und oben zusammenzählen.
Wenn Sie aber bloß eine langweilige und orthodoxe Lösung wünschen, dann
können Sie selbstverständlich das Barometer benutzen, um den Luftdruck auf
dem Dach des Wolkenkratzers und auf dem Grund zu messen und der
Unterschied bezüglich der Millibare umzuwandeln, um die Höhe des Gebäudes
zu berechnen.
Aber, da wir ständig aufgefordert werden die Unabhängigkeit des Verstandes
zu üben und wissenschaftliche Methoden anzuwenden, würde es ohne Zweifel
viel einfacher sein, an der Tür des Hausmeisters zu klopfen und ihm zu
sagen: "Wenn Sie ein nettes neues Barometer möchten, gebe ich Ihnen dieses
hier, vorausgesetzt Sie sagen mir die Höhe dieses Wolkenkratzers.
Man kann auch mit dem Barometer langsam gegen das Gebäude klopfen und es
in Schwingung versetzen. Bei der Resonanzkatastrophe stürzt das Haus ein,
und man kann morgen in der Zeitung lesen, wie hoch es war."
Der Student war angeblich Niels Bohr, der erste Däne der überhaupt den
Nobelpreis für Physik gewann....[/face:56b3025004]
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