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Chris
Administrator


Alter: 36
Anmeldungsdatum: 27.04.2003
Beiträge: 1011
Wohnort: Hamburg

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Beust stoppt Senatorin: Doch keine Schul-Reklame
"Werbung geht nicht", sagte er. SPD: "Dinges-Dierig macht ihren Chef nervös."
Hamburgs Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig (CDU) ist mit ihrem Plan, kommerzielle Werbung an den Schulen zu erlauben, gescheitert. Bürgermeister Ole von Beust hat das Projekt nach nur einem Tag gestoppt. "Werbung geht nicht an der Schule", sagte von Beust dem Abendblatt kurz und bündig.
Wie berichtet, hatte die Bildungssenatorin in ihrem Haus eine Richtlinie zu Sponsoring und Werbung an Schulen erarbeiten lassen. Die einzelnen Schulleitungen und Schulkonferenzen sollten eigenverantwortlich entscheiden, ob und für welche Produkte und Dienstleistungen auf dem Schulgelände, in oder auf den Gebäuden geworben werden sollte.
"Ich habe von der Idee aus dem Radio erfahren", bekannte von Beust gestern. Sofort habe er die Bildungssenatorin angerufen und sie von dem Plan abgebracht. Von Beust befürchtete, dass die Werbeerlaubnis die soziale Schieflage zwischen Schulen in "reichen" und "armen" Stadtteilen eher noch verstärken werde. Unternehmen seien an der Kaufkraft der Schüler interessiert. Schüler in sozialen Brennpunkten hätten weniger Geld und seien deswegen als potenzielle Kunden nicht so attraktiv.
Die Erklärung der Bildungssenatorin für den Rückzug in eigener Sache fiel etwas gewunden aus. Zwar habe es, so Dinges-Dierig, eine Reihe von Schulleitern und Elternvertretern gegeben, die Werbung an der Schule wünschten. "Zum anderen gibt es allerdings auch viele Stimmen - gerade unter den Eltern -, die befürchten, dass der Bildungs- und Erziehungsauftrag unserer Schulen leiden könnte", sagte Dinges-Dierig. "Diesen Bedenken wollen wir Rechnung tragen und deshalb den neuen Richtlinien-Entwurf nicht weiter verfolgen", so die Senatorin.
GAL-Fraktionschefin Christa Goetsch hatte mehr Selbstkritik erwartet. "Eine Schulsenatorin kann auch Fehler machen. Das ist menschlich. Es aber nicht einzugestehen - das ist billig und lächerlich", sagte Goetsch.
"Die CDU denkt sich immer seltsamere Experimente mit unseren Schülern aus", sagte SPD-Spitzenkandidat Michael Naumann. Dinges-Dierig sei überfordert. "Sie macht Eltern, Lehrer und Schüler nervös - und offenbar langsam auch ihren Chef", sagte Naumann. "Die Senatorin hat den Kontakt zu den Menschen verloren", sagte Sigrid Strauß, Vize-Chefin der GEW.
Quelle: Hamburger Abendblatt - erschienen am 31. August 2007
www.abendblatt.de/daten/2007/08/31/788598.html
Was meint ihr? Fändet ihr Werbung an Schulen in Ordnung oder ein Unding?
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in vino veritas est
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Werbung
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Sebastiano
Partylöwe

Alter: 33
Anmeldungsdatum: 30.09.2004
Beiträge: 3112
Wohnort: Hamburg

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KOmmt natürlich ganz darauf an, für welches Produkt bzw welche Firma dort geworben wird. Grundsätzlich würde ich es allerdings besser finden, wenn man die Vorhandene Werbefläche und somit die Chance von Jugendlichen wahrgenommen zu werden nutzt, um auf Anti Aids Kampagnen aufmerksam zu machen, oder die Kids vom Rauchen und von Drogen abhält. Kondom Werbung wäre auch mal ganz sinnvoll...
Ansonsten hat Ole schon recht mit der 2 Klassen Gesellschaft...
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