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| Poll :: Was ist deine Meinung zur Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens? |
| Ich halte die Idee für gut und realisierbar. |
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| Die Idee finde ich gut, bin aber unsicher, ob sie realisierbar ist. |
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33% |
[ 3 ] |
| Die Idee gefällt mir, halte sie aber für eine Utopie. |
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11% |
[ 1 ] |
| Ich kann mir noch keine Meinung dazu bilden. |
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0% |
[ 0 ] |
| Ich bin gegen das Bedingungslose Grundeinkommen. |
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44% |
[ 4 ] |
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| Stimmen insgesamt : 9 |
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| Autor |
Nachricht |
Chris
Administrator


Alter: 36
Anmeldungsdatum: 27.04.2003
Beiträge: 1011
Wohnort: Hamburg

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BGE: bis zu € 1.500 / Monat für jeden Bürger
Momentan denken viele Parteien über ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Bürger nach. Dabei spielt es keine Rolle, was der einzelne verdient, jeder soll ohne Papierkram eine bestimmte Grundsicherung bekommen. Der angedachte Betrag reicht vom jetzigen Arbeitslosengeld / Hartz4 bis hin zu € 1.500 pro Monat.
Modelle des Grundeinkommens
Was sagt ihr dazu?
Mehr Informationen:
Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein aktuelles sozialökonomisches Modell, in dem jeder Mensch eines Staates, unabhängig von seinem Einkommen, dem Lebensalter und dem Tätigkeitseinsatz, einen gesetzlichen Anspruch auf eine finanzielle Grundabsicherung durch den Staat hat. Die Finanzierung erfolgt über eine starke Vereinfachung und Neuordnung des Steuersystems und durch Abbau von Bürokratie in der Sozialverwaltung, da viele bisherige Sozialleistungen durch das BGE ersetzt werden.
Die Idee
Das BGE soll ein steuerfinanziertes Basiseinkommen für alle sein, in Existenz und Teilhabe sichernder Höhe und ohne sozialadministrative Bedürftigkeitsprüfung von Einkommen und Vermögen bzw. ohne Arbeitszwang oder Tätigkeitsverpflichtung.
Es kann aber soviel hinzu verdient werden, wie es jeder einzelne für erstrebenswert hält und soweit dies am Markt aushandelbar ist.
Je nach Modell des Grundeinkommens wird eine Zahlung in Höhe des Sozialhilfesatzes bzw. des Arbeitslosengeldes II bis hin zu 1.500 € vorgeschlagen. Einige Modelle sehen einen schrittweisen Ersatz der (versicherungsbasierten und steuerfinanzierten) Sozialleistungen durch das BGE vor.
Das Grundeinkommen unterscheidet sich damit von einer Grundsicherung, die nur gezahlt wird, wenn kein anderes ausreichendes Einkommen vorhanden ist und die mit einer Bedürftigkeitsprüfung und in der Regel mit Arbeitsverpflichtung bzw. dem Nachweis der Arbeitsbereitschaft verbunden ist.
Die Beweggründe für die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens sind vielschichtig. Auf der einen Seite stehen ökonomische Aspekte, auf der anderen politische bzw. soziale.
Die deutschen Parteien denken alle ernsthaft über verschiedene Modelle nach. Ein Vergleich der gängigsten Modelle (mit Rechnung) findet man auf den Internetseiten des WDR
„Menschen bei Maischberger“, ARD, 2. Mai 2006 (RealMedia-Video), Götz Werner erläutert seine Theorie (länger und ausführlicher als das obige Video):
Weitere Infos unter:
Wikipedia: Bedingungsloses Grundeinkommen
Wikipedia: Unternimm die Zukunft
WDR: Modelle Grundeinkommen
Spiegel Interview vom 30. November 2005: „Wir würden gewaltig reicher werden“
Ein Grund für die Zukunft: das Grundeinkommen – Website der Initiative
Netzwerk Grundeinkommen: www.grundeinkommen.de
Viele weitere Links sind auf den oben genannten Webseiten.
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in vino veritas est
Zuletzt bearbeitet von Chris am Do 12 Apr, 2007 16:11, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Michael Ammer
Moderator


Alter: 51
Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 3482
Wohnort: Hamburg

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Es gibt wirklich Leute in Deutschland, die unter 1.500 E täglich verdienen
Das ist ja wohl absolutes Existenzminimum....
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Dr.No
VIP-Reporter


Alter: 37
Anmeldungsdatum: 26.02.2006
Beiträge: 1922
Wohnort: Hamburg
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Früher oder später wird wohl ein neues System folgen müssen.
Das aktuelle System ist auf wirtschaftliches Wachstum angewiesen und dieser wird irgendwann seine Grenzen erreichen.
Bevor also das alte System zusammenbricht, wäre das neue System eine interessante Alternative.
Jedoch frage ich mich, in wie fern dieser Gedanke mit einer global vernetzten Wirtschaft, also der Globalisierung vereinbar ist?
Jemand muß den Wert doch schöpfen, der monatlich großzügig verteilt werden soll!
Vielleicht erleben wir ja zukünftig eine Art Kapitalistischen Neo-Kommunismus, der beide System miteinander vereint,
um eine stabile Ordnung in eine stagnierende Wirtschaft zu bringen....?
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banshy
Stammgast bei Hamburg-Tonight


Alter: 28
Anmeldungsdatum: 19.09.2004
Beiträge: 605
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Ich befürworte eine Vereinfachung unseres Steuersystems bzw. unseres Steuerrechts, es steht nämlich außer Frage, dass wir das komplizierteste Steuerrecht weltweit haben.
Einem "Grundeinkommen" wie oben beschrieben stehe ich jedoch kritisch gegenüber, denn a) ist es eine Milchmädchenrechnung (woher kommen 600 Mio EUR Kosten? Wir haben 82 Mio. Einwohner!) und b) mal wieder ein Schnellschuss der Politik.
Das wir, wie Mesut sagte, ein neues System brauchen halte ich für absoluten ... sorry my french ... Grobkot. Man sieht in anderen Ländern, dass es funktioniert.
Unser Problem ist, dass jede Partei irgendwas anfängt, sobald sie an der Macht ist was an sich nicht schlecht, aber im Endeffekt nicht zuendegeführt wird, wenn eine andere Partei an der Macht ist. Es ist eine Art Teufelskreis der nur durchbrochen werden kann, indem die Parteien ihren persönlichen Stolz über Bord werfen und etwas länger als von 12 bis Mittag planen würden.
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_________________ azubiz.de ... das Netzwerk für Auszubildende!
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Key_Dee
Premium-Bronze


Alter: 32
Anmeldungsdatum: 08.07.2005
Beiträge: 512
Wohnort: Hamburg

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Die Finanzierung erfolgt über eine starke Vereinfachung und Neuordnung des Steuersystems und durch Abbau von Bürokratie in der Sozialverwaltung, da viele bisherige Sozialleistungen durch das BGE ersetzt werden.
Wenn man das so ließt, hört es sich sehr gut an, aber wenn ich mir die Rechnungvorschläge der einzelnen Parteien anschaue, sehe ich immer nur das es um Familien geht. Wie sieht es aus, wenn man nicht verheiratet und Kinderlos ist oder verheiratet, aber keine Kinder hat, bzw. Kinder hat, aber nicht verheiratet.
Momentan ist es ja so, dass Verheiratete Leute, die keine Kinder haben, mehr Steuern zahlen müssen, als ein Ehepaar mit Kinder.
Wenn man wiederrum Kinder hat, aber nich verheiratet ist, dann muss man auch mehr Steuern zahlen.
Einzelpersonen zahlen ja bekanntlich die meisten Steuern.
Drum würde ich interessanter finden, wie dort eine Rechnung aussieht, oder ob Einzelpersonen überhaupt berechtigt für dieses Bürgergeld wären.
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Dr.No
VIP-Reporter


Alter: 37
Anmeldungsdatum: 26.02.2006
Beiträge: 1922
Wohnort: Hamburg
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@banshy
Ne, ne...habe nicht behauptet, dass wir ein neues System brauchen!
Was ich meine ist, dass unser Wirtschaftssystem zu sehr auf Wachstum fixiert ist, also auf Gwinnanhäufung!
Wird viel verdient, ist alles gut und ein fast jeder hat genug Geld um es ausgeben, bzw. zu verteilen.
Irgendwann wird sich der Markt jedoch sättigen und es werden keine Überschüsse mehr erwirtschaftet.
Hier begint der Punkt der Selbsterhaltung, dass heißt, einen gewisse Menge Währung fließt im Kreis durch die Adern des Systems, um es am Leben zu erhalten.
Es werden also irgendwann eine begrenzte, nicht mehr wachsende Anzahl von Arbeitsplätzen das System zu sichern versuchen.
An diesem Punkt wäre ein Systemwandel anzustoßen,andernfalls würde es ohne Regulierung zu Chaos und Anarchie führen, weil das aktuelle System sofort in eine Zweiklassen-Gesellschaft zerfallen würde, einer Elite, die sich in Festungen zurückziehen würde, um ihren Wohlstand zu sichern und einen riesigen Pool von Besitz- und Arbeitslosen, die sich in Ghettos konzentrieren.
Deutschland oder besser Europa würde dann so aussehen wie China oder Indien. Auf der einen Seite die Superreichen, mit ihren in Wohlstand lebenden Bediensteten, auf der anderen Seite größte Armut in der Restbevölkerung, die am Rande ihrer Existenz leben, bestenfalls für einen Hungerlohn in der Restmüllindustrie ihr Überleben sichern...
Die Frage ist also, warum sollten die größten deutschen Wertschöpfer (Banken, Konzerne, Großindustrie) den unteren eigenen deutschen "Untermenschen" finanziell unterstützen, wenn sie heute schon finanziell und existenziell global agieren?
Die Welt ist zu einem Dorf geworden, wen interessieren da schon Kleinschicksale...?!
Ich denke also nicht, dass so ein soziales System kommen wird!
Jeder wird sich selbst der Nächste sein...
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Zuletzt bearbeitet von Dr.No am Do 12 Apr, 2007 17:08, insgesamt einmal bearbeitet
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Chris
Administrator


Alter: 36
Anmeldungsdatum: 27.04.2003
Beiträge: 1011
Wohnort: Hamburg

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Also mir gefällt das Modell vön Götz Werner am Besten:
http://www.wdr.de/themen/politik/1/grundeinkommen/box/modell2.html
Durch die starke Vereinfachung vom Steuer und Sozialsystem würde ein Großteil des Bürgergeldes finanziert werden. Es würde keine Sonderabschreibungen, Zuschüsse oder Ähnliches geben, die meißt eh nur von großen Konzernen und Sozialschmarotzern genutzt werden (da sie sich mit der Thematik ausreichend beschäftigen können).
Eine Vereinfachung der Steuern auf eine reine Mehrwertsteuer / Konsumsteuer und eine Grundsicherung für jeden völlig unabhängig von Verdienst oder Familiensituation wäre meiner Meinung nach wirklich das Gerechteste.
Natürlich müsste dies auch mit hohen Steuern auf eingeführte Produkte gekoppelt werden.
Wenn man sich etwas näher mit dem Modell von Götz Werner beschäftigt, dann scheint es schlüssig / realisierbar. Der Mann ist ja auch ein erfolgreicher Unternehmer, der sich mit Finanzen auskennt. Er hatte mit seiner Drogerie-Kette "dm" einen Umsatz von 3 Mrd. Euro und 23.000 Angestellte.
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Sascha
Partylöwe


Alter: 35
Anmeldungsdatum: 30.03.2004
Beiträge: 1038
Wohnort: Hamburg

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Ich hatte gerade das "glück", bis vor kurzem ohne Arbeit zu sein!
Was bei diversen Vorstellungsgesprächen an Kohle geboten wurde, ging garnicht!
Als Facharbeiter (Abgeschlossene Berufsausbildung mit Gesellenbrief) lagen die Angebote bei überwiegend 6,- - 8,- die Stunde!
Da wird es Zeit für nen gesetzlichen Mindestlohn!
@Michael: Solche Leute gibts leider, gehöre auch noch dazu. Naja, mit Nebenjob gehts dann allerdings doch recht gut, so das man doch relativ gut leben kann und schöne Wochenenden verbringen kann
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Chris
Administrator


Alter: 36
Anmeldungsdatum: 27.04.2003
Beiträge: 1011
Wohnort: Hamburg

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@ Dr. No (Mesut)
Natürlich sind wir Egoisten, Altruismus gibt es nicht! Doch das bedingungslose Grundeinkommen verhindert vielleicht den Mißbrauch von Sozialleistungen, Subventionsbetrug und Steuerhinterziehung / Steuertricks.
Jeder würde das gleiche bekommen, es gäbe keine Zuschüsse für Familien, keinen Dschungel an Vorschriften, bei denen nur hauptberufliche Sozialschmarotzer und Großkonzerne mit findigen Steuerberatern durchblicken. Wusstet ihr eigentlich, dass ca. 70% aller Steuergesetze auf der Welt aus Deutschland kommen? Dies zeigt meiner Meinung nach schon deutlich den Schwachsinn, der momentan in unserem Land betrieben wird.
Der Wirtschaftsstandort Deutschland wäre natürlich gerade für exportierende Firmen wieder wesentlich interressanter, weil die Lohnnebenkosten wegfallen würden. Dadurch könnten sie die Produkte günstig produzieren und ins Ausland verkaufen. Dies würde zu einer Exportsteigerung und mehr Geldfluss ins Land führen.
Durch dieses System könnte Deutschland meiner Meinung nach nur gewinnen. Die einzigen Verlierer dürften Steuerberater, Sozialarbeiter und Finanzbeamte sein, aber die bekommen ja dann auch das Grundeinkommen und können sich umorientieren...
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Chris
Administrator


Alter: 36
Anmeldungsdatum: 27.04.2003
Beiträge: 1011
Wohnort: Hamburg

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Übrigens, wen das Thema näher interessiert kann am 10. Mai nach Bremen, dort gibt es einen Informationsabend:
Bremen: "Das Bedingungslose Grundeinkommen" incl. Buchpräsentation "Einkommen für alle" mit Prof. Götz W. Werner
Wann: Do, 10. Mai 20:00 - Do, 10. Mai 22:00
Wo: Junges Theater, Buntentorsteinweg 112, Bremen
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Sebastiano
Partylöwe

Alter: 33
Anmeldungsdatum: 30.09.2004
Beiträge: 3112
Wohnort: Hamburg

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Ein gesetzlicher Mindestlohn ist die Bankrotterklärung für die deutsche Wirtschaft (siehe Beispiel Frankreich). Dann ziehen noch mehr Unternehmen ins Ausland und wir sind nicht mehr konkurrenzfähig...
Und die Bezeichnung "Bedingungsloses Grundeinkommen" erinnert mich irgendwie stark an die DDR. Vielleicht sollten wir dann alle auch noch das bedingungslose Recht auf eine Wohnung bekommen und alle für den Staat arbeiten...
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Sebastiano
Partylöwe

Alter: 33
Anmeldungsdatum: 30.09.2004
Beiträge: 3112
Wohnort: Hamburg

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| Key_Dee hat folgendes geschrieben:
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Die Finanzierung erfolgt über eine starke Vereinfachung und Neuordnung des Steuersystems und durch Abbau von Bürokratie in der Sozialverwaltung, da viele bisherige Sozialleistungen durch das BGE ersetzt werden.
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???????????????????????????????????? Wie willst Du denn 1500 EUro monatlich für ca 40 Millionen arbeitende mit ein bischen Abbau von Bürokratie ausgleichen? Das sind völlig unterschiedliche Dimensionen!!
Und dieser Abbau von Bürokratie kostet ja nochmal Milliarden an Abfindungen...
Eine Vereinfachung des Steuersystems (wie die FDP es vorschlägt) wäre der Hammer und dazu noch Abbau von Bürokratie wäre magic, aber das alles würde nichtmal ausreichen um unser Krankenversicherungs-loch zu stopfen, also reicht es für einen Mindestlohn erstrecht nicht!
Gut dass ich eh auswandere...
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Dr.No
VIP-Reporter


Alter: 37
Anmeldungsdatum: 26.02.2006
Beiträge: 1922
Wohnort: Hamburg
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Ich habe mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen und denke, dass diese Idee in der oben aufgelisteten Form unsozial ist.
Firmen sind hierbei die großen Gewinner, weil alle Abgaben wegfallen.
Verlierer sind hingegen die Bürger, die am Ende weniger bekommen, als im aktuellen System!
Beipiele:
Für die Arbeitgeber fallen alle Steuern und Lohnnebenkosten weg!
Sie zahlen zwar auch die 50% Umsatzsteuer, aber nur als durchgehenden Posten, weil sie diesen ihren hergestellten Produkten wieder aufsetzen.
Somit zahlt nur der Letzte in der Umsatzkette, der Endabnehmer,also in der Regel der Bürger = Konsument die vollen 50% Steuern, wobei die Firmen Brutto=netto verdienen, weil keinerlei abgaben!
Wer keine Lust hat ins Berufsleben einzusteigen, hat von seinem Bürgergeld nicht mehr, aber auch nicht weniger, als ein Hartz4-Empfänger, denn bei 50% MwSt sind die 650€ oder 1500€ wirklich nicht viel wert?
Mann bedenke, dass alle anderen Sozialleistungen wegfallen, wie Wohngeld, Heizzuschüsse usw, womit der Bürger mit dem Geld also auch seine Miete zahlen muß!
Noch schlimmer trift es die Arbeitnehmer! Da studierst Du, bist Leitender Ingenieur, verdienst Deine 4000€ netto, aber wenn Deine Firma keine Verwendung mehr für Dich hat, gibt es keine 60% Arbeitslosengeld in Höhe von 2400€, nein, Du bekommst ein Bürgergeld wie der Penner nebenan in Höhe von 650-1500 €, je nachdem, welches Model nachher Anwendung findet!
Auch die Rente würde wegfallen und wer nach seinem hohen Gehalt eine hohe Rente bekommen würde nach aktuellem System, der bekommt seine Bürgergeld=Rente auf Hartz4-Niveau, wie derjenige, der 60Jahre nie gearbeitet hat!
Bzw. die Rentenkasse löst sich einfach in Luft auf!!!
Beispiel:
Du bist ein hohes Tier, verdienst 10.000 Euro im Monat und machts Dir ein schönes Leben und verpulvers das Geld. Im Rentenalter würdest Du aktuell Deine 3000-4000€ Rente bekommen, aber nun nur noch 650-1500€ Bürgergeld!
Also...ich weiß nicht!!! Es gibt sicher einen Gewinner bei dieser Rechnung, aber sich nicht der Büger!
Aber es wäre eine Steueroase für Firmen, denn die gewinnen immer und zahlen keinerlei Abgaben...
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Dr.No
VIP-Reporter


Alter: 37
Anmeldungsdatum: 26.02.2006
Beiträge: 1922
Wohnort: Hamburg
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So, nachdem ich wieder viel Nonsens anderswo geschrieben habe, nun wieder etwas zum Nachdenken:
Zunächst ne kleine Zusammenfassung:
Jeder bekommt also eine art Hartz4-Grundeinkommen und kann dazu verdienen, wenn er denn möchte.
Dafür fallen aber alle Sozialleistungen weg wie Arbeitslosengeld und Rente, deren Höhe sich nach aktuellem System an dem Gehalt misst und somit in der Regel viel höher ausfällt als Hartz4.
Der Bürger macht hier also Abstriche, Gewinner ist die Wirtschaft, die keinerlei Steuern mehr zahlen muß!
Nun ist mir aber noch etwas anderes aufgefallen!
Wenn nun jeder Bürger ein Grundeinkommen in Höhe von Hartz4 bekommt und er dazu verdienen möchte, dann fällt ihm als Arbeitnehmer doch auch das Argument weg, dass sein Lohn entsprechend hoch sein muß, damit er seinen Lebensunterhalt sichern kann.
Dieser Umstand wird sicher dahin führen, dass die Einkommen aus Lohn und Gehalt um genau der Höhe des staatlichen Grundeinkommes gesenkt werden.
Man wird also als Arbeitskraft zwischen 650-1500€ weniger Lohn bekommen als heute!
Das mag sich auf dem ersten Blick vielleicht uninteressant anhören, denn zählen tut ja, was netto auf dem Bankkonto landet, Grundeinkommen für lau + Lohn aus einer Arbeitstätigkeit!
Siehe hierzu die aktuelle 1€-Job-Regelung!
Aber Vorsicht!
Im Klartext heisst das, dass die Arbeitslöhne mit diesem System des Grundeinkommens heimlich staatlich subventioniert werden, womit die Wirtschaft noch mehr spart und Gewinne schöpft,als sie ohnehin schon durch den wegfall der Steuern erzielen würden...
Und wir reden hier von über 650€ monatlich, also keine Peanuts, wie ehemals die Regelung mit dem Kohlepfennig!!!
Mit dem Grundeinkommen würde der Staat also die Lohnkosten der Firmen extrem stark reduzieren und das zu 30-40%!
Auch die 1€-Jobber sind aktuell subventionierte Arbeitskräft!
Wie auch immer, die Wirtschaft ist der große Gewinner des Systems und wenn wir dieses akzeptieren, kaufen wir die sprichwörtliche Katze im Sack!!!
So, Gehirn abschalten!!! Ich mache mich jetzt fertig für die Nacht...
Interessiert euch der ganze Scheiß nicht, oder warum schreibt sonst keiner was hierzu???
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Patrick J.
Party Scout


Alter: 26
Anmeldungsdatum: 03.11.2005
Beiträge: 549
Wohnort: Hamburg
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lese immer mit ist ja ein recht interessantes thema ... trifft ja auch auf viele hier zu, denke ich mal. aber um wirklich konstruktive beiträge zu leisten, fehlt mir das nötige wissen und die zeit =D daher schreib ich auch weniger mit. also .... bitte weiter diskutieren!
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_________________ Du möchtest gesund Leben? - Dann tu was dafür: http://health-prevention.eu
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